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Das Neueste in Kürze

Der nächste Container ist in Planung. Er wird mit Spitalbetten gefüllt werden.

Covid 19 im Dhulikhel Hospital

Der folgende Bericht stammt aus der Süddeutschen Zeitung vom 3.Sept.2020

Härter als das Beben
Deepa Chaulagain, 34, ist Tourguide im Kathmandu-Tal in Nepal. „Ende März, Anfang April kam plötzlich alles zum Stillstand: Innerhalb von drei Tagen mussten alle Nepalesen, die im Kathmandu-Tal arbeiteten, aber dort nicht ihren Wohnsitz hatten, zurück in ihre Heimatdörfer. Viele strandeten, wussten nicht, wie sie heimkommen sollten. Trotzdem: Weil die Regierung so schnell reagiert hat, sind die Infektions- und Todesraten relativ niedrig. Alles ist geschlossen. Wir dürfen nur frühmorgens aus dem Haus, um neun Uhr schließen die Läden schon wieder, dann herrscht Ausgangssperre. Als ich noch arbeitete, war ich viel außer Haus, zeigte Touristen Kathmandus historische Altstadt, den Königspalast, der große Stupa, das Haus der Kindgöttin Kumari. Manchmal begleitete ich Gäste in Klöster oder zu Gastfamilien in Homestays, dann blieb ich über Nacht weg. Nun sind mein Mann, mein Sohn, mein Schwiegervater und ich den ganzen Tag zusammen auf engem Raum. Wir teilen uns einen Laptop. Mein Sohn braucht den Computer von neun bis 14 Uhr für die Schule. Sicher, am Anfang konnten wir die Situation noch positiv sehen: Endlich war Zeit für die Familie, für Yoga, Meditation, ein gutes Buch. Doch ich bin als Freelancerin seither ohne Einkommen. Wir leben zu viert von unseren Ersparnissen. Immerhin: Der Staat zahlt meinem Mann die Hälfte seines Gehalts weiter, das hilft ein wenig. Menschen, die Hunger leiden, sehe ich in meinem Dorf nicht. Aber wir fürchten uns vor den hungrigen Hunden, ihretwegen trauen wir uns nur in Gruppen raus. Die Tiere fallen Menschen an, die vom Einkaufen zurückkommen. Sie wissen, dass in den Tüten etwas Essbares ist. Nun sammeln wir in unserer Gemeinde Geld, um etwas Futter für die Tiere zu kaufen. Die Pandemie ist für uns definitiv schlimmer als das Erdbeben 2015, obwohl dabei meine Schwiegermutter ums Leben gekommen ist. Damals konnten wir wenigstens raus, wir konnten etwas tun, den Schutt wegräumen. Aber nun können wir nur warten. Ich weiß nicht, wie lange wir das als Familie und als Gesellschaft noch aushalten. Die Regierung plant nun, zumindest aus den Nachbarländern und dem Mittleren Osten wieder Flüge zu erlauben. Aber wir glauben, das ist nur, um die vielen Gastarbeiter heimzuholen, die ihre Arbeit in Katar oder Dubai verloren haben.“ protokoll: ingrid brunner 

Nepal

Gesundheitswesen

Obwohl sich die medizinische Betreuung immer mehr verbessert, hinkt Nepal noch sehr hinter den anderen asiatischen Staaten hinterher.

Neben den neuen modernen, westlichen Methoden existieren noch alte Heilungsmethoden (z. B. schamanistische Heilungspraktiken). Eine stark verbreitete Krankheit ist Tuberkulose. Schuld daran ist unter anderem der große Konsum von Tabak.

Wirtschaft

Nepal ist ein Binnenstaat in dem der grösste Teil der Bevölkerung Selbstversorger ist.

Nepal ist eines der ärmsten Länder. 50-60% der Bevölkerung lebt am Existenzminimum. Der Mangel an Arbeitsplätzen ermuntert viele Nepali, sich Arbeit im Ausland zu suchen. Ein wachsender Wirtschaftszweig ist der Hochgebirgs-Tourismus.

Die Luft- und Wasserverschmutzung sind gravierend. In den städtischen Ballungsräumen nimmt die Trinkwasserqualität ständig ab. Bis heute gibt es keine funktionierende Abfallentsorgung.

Bildung

Es besteht ein guter Zugang zur Primarstufe. Ca. 95 % aller Kinder besuchen die Grundschule. Allerdings erreichen nur
68 % die 8. Klasse.

Berufliche und technische Ausbildungen sind in Nepal recht neu. Es werden immer mehr Universitäten gebaut und die Bildung wird auch für Frauen zugänglich.

Kultur

Feste und Feiertage
Das nepalesische Jahr beginnt jeweils Mitte April (13.-14).
In Nepal wird das Jahr 2059 geschrieben.

Das größte Fest der Hindus im September und Oktober in Nepal ist Dasain. Für dieses Fest wird das öffentliche Leben
1 bis 2 Wochen lahmgelegt.

Im Februar/März feiern die Hindus Shivaratri, die Nacht des Shiva. Zur gleichen Zeit feiert die Bevölkerungsgruppe, die dem Buddhismus angehört, Losar, das tibetische Neujahresfest.

Dhulikhel Hospital

Ursprung des Spitals

Eine Vision, Ehrgeiz, viel Mut und Willenskraft beflügeln den Schüler und Studenten Ram Kanta Shrestha, Arzt zu werden.

Gegen den Willen seines Vaters, eines Bauern aus Dhulikhel, schafft er es, ein Gymnasium zu besuchen, obwohl er nicht aus der Oberschicht kommt. Dank eines Stipendiums, und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, findet er einen Studienplatz in Wien und wird zum Medizinstudium zugelassen.

Nach der Facharztausbildung in Chirurgie kehrt er nach Nepal zurück, um in seinem Heimatort ein kleines Spital aufzubauen.

Prof. Dr. Ram K.M. Shresta

Dokumentation über Dr. Ram K.M. Shrestha, Direktor des Dhulikhel Hospital.

Youtube Film über Dr. Ram

Ausbildung

Ein in das Spital integriertes medizinisches Ausbildungszentrum (Dhulikhel Medical Institute, DMI) bildet Pflegepersonal, PhysiotherapeutInnen, ArzthelferInnen, LaborantInnen und GeburtshelferInnen aus.

Seit 2003 ist Dhulikhel Hospital Ausbildungsspital der Kathmandu-University.

Aussenstationen

Damit auch die Bewohner schwer zugänglicher Regionen raschen Zugang zur medizinischer Grundversorgung haben, wurden dezentralisierte, vom Dhulikhel Hospital geführte Aussenstationen aufgebaut.

NepaliMed-Schweiz unterstützt im Rahmen der verfügbaren, finanziellen Mittel die Aussenstationen in Bahunepati, das ein Einzugsgebiet von 15 Dörfern mit ca. 50'000 Einwohnern umfasst.

Bahunepati

Damit auch die Bewohner schwer zugänglicher Regionen raschen Zugang zur medizinischer Grundversorgung haben, wurden dezentralisierte, vom Dhulikhel Hospital geführte Aussenstationen aufgebaut.

NepaliMed-Schweiz unterstützt im Rahmen der verfügbaren, finanziellen Mittel die Aussenstationen in Bahunepati, das ein Einzugsgebiet von 15 Dörfern mit ca. 50'000 Einwohnern umfasst.